Genussreise eines Saunagastes

Im November 2017 gingen unsere Saunatester in die zweite Runde und erkundeten incognito das Phönix-Bad. Das Feedback unserer Saunatester hilft uns dabei, uns stetig für Sie zu verbessern. Auszugsweise werden die Erlebnisberichte unserer Tester auf unserer Website veröffentlicht (>> Erfahrungsberichte)

An einem ganz besonders malerischen Erlebnisbericht hatten wir beim Lesen besonders viel Freude. Lassen Sie sich von Matthias mit auf eine Genussreise durch die Phönix-Landschaft nehmen:

„Wie hat mein Sauna-Genuss im Phönix-Bad begonnen? Bereits mit dem Lächeln, das mir die überaus freundliche Dame am Empfang schenkte. Und er steigerte sich gleich weiter in den Umkleideräumen. Denn statt gnadenlos zweckmäßig eingerichtet zu sein wie bei so vielen anderen Saunen, bieten hier die Räume mit ihren klar designten Schränken in edlem Holzfurnier ein erstes Verwöhn-Ambiente. Das gefiel mir sehr. Und schon der nächste kleine architektonische Geniestreich: Die Brücke, die quert durch das Erlebnisbad und über die Becken und ihre Besucher hinweg in den eigentlichen Saunabereich führt. Bei aller Sauna-Vorfreude musste ich einfach innehalten und eine Weile dem fröhliche Treiben unten zuschauen.

Dann der Gesamteindruck der Saunalandschaft: Großzügig und weiträumig mit fast überwältigend vielfältigem Angebot an Innen- und Außen-Saunen, Dampfbädern, Ruhezonen, Jacuzzi, Tauch- und Kneipp-Becken auf drei Ebenen sowie mit einem komplettem Restaurant. Ein Erstbesuch gleicht auf jeden Fall einer längeren Entdeckungsreise.

Es gibt wahrscheinlich keine Sauna-Vorliebe, die nicht befriedigt wird. Nur wer mächtige Show-Saunas mit theaterhaften Themenkulissen erwartet, sucht im Phönix Bad vergebens. Alles hat Menschenmaß. Und bei den Aufgüssen schwitzt man fröhlich Haut an Haut. Man müsste im Grunde einen ganzen Tag im Phönix Bad verbringen, um das gesamte Angebot nach und nach ausprobieren zu können. Und noch fünf weitere Tage für Wellness, Massage, Beauty, Hamam, Rasul und die Sabbia Med-Sonnenoase im SPA.

Meine Favoriten im normalen Saunabereich sind die beiden abseits gelegenen Teich-Saunen an der Grenze des Außenbereichs und das stille Solebecken im Untergeschoß. Gerade dieser Raum ist sehr speziell, nämlich so elegant gestaltet, dass ich mich wie im Souterrain einer Millionärsvilla wähnte. Ein schönes Gefühl!

Der Weg aus der Ruhe und köstlichen Verlangsamung im Saunabereich hinüber ins Erlebnisbad glich einer kleinen Erdenlandung. Hier ist alles aktiver: Schwimmer ziehen ihre Bahnen, Schulklassen haben Schwimmunterricht, von Sprungbrettern und Sprungturm köpfen Mutige und weniger Mutige ins klare Nass und aus den großen Wasserrutschen schießen Wasserratten ins Landebecken. Für alle von ihnen gibt es reichlich Platz in der Halle. Kein Gedränge. Und der Geräuschpegel war erstaunlich niedrig, was ich sehr schätzte. Das lag sicherlich an dem von mir für den Besuch gewählten Montag-Nachmittag. Es herrschte kein lärmender Hochbetrieb – wie gut, dass ich mir den Luxus dieses Besuchs an einem Wochentag leisten kann.

Ich schwamm ungestört einige Längen und fand dann das, was mir in der kalten und dunklen Jahreszeit neben den Saunagängen und Ruhephasen das größte Wohlbefinden schenkt: Ein warmes Außenbecken, um darin wohlig einzutauchen, mich schwerelos treiben zu lassen und Raum und Zeit zu vergessen. Was mit dennoch auffiel: Im Vergleich zur attraktiven modernen Architektur vor allem im Saunabereich wirkt das an drei Seiten von Gebäudewänden umgebene Becken mit der hohen Rollkonstruktion für die Nachtabdeckung seltsam lieblos und karg. Aber der aufsteigende Dampf über dem warmen Wasser milderte den Eindruck. Und ich überlasse mich der Wärme ohnehin am liebsten mit geschlossenen Augen.

Was hätte ich gerne anders gehabt? Ein großzügig bemessenes warmes Außenbecken mit mindestens 34°C im Saunabereich habe ich vermisst. Und da für mich zur Erholung vor allem Ruhe/Stille einen sehr hohen Stellenwert haben, hätte ich es mir zweimal gewünscht, die Kollegen vom Sauna-Team hätten ebenso freundlich wie bestimmt im Whirlpool lautstark schnatternde Frauen und etwas später dann raumfüllend parlierende Männer um weniger Lautstärke und mehr Rücksicht gebeten. Ansonsten waren es genussvolle Stunden, die ich auf jeden Fall wiederholen werde.“ (Saunatester Matthias, 66)