Neue Temperatur-Einstellungen ab Mai – So drehen wir der Energieverschwendung den Hahn ab

Jetzt heißt es zusammen helfen, damit Deutschland die Energie nicht ausgeht! Wir im Phönix-Bad stehen angesichts der aktuellen Energiekrise als Großverbraucher in einer besonderen Verantwortung. Ab Mai 2022 nutzen wir daher die warme Jahreszeit und regeln die Raum- und Beckenwassertemperaturen ein bisschen runter. Denn schon mit geringfügigen Anpassungen lassen sich viele Kilowatt an Heizenergie einsparen.

So werden die Wassertemperaturen in fast allen Becken kaum spürbar um 0,5 °C bis 2 °C reduziert. Die frischesten Becken sind nach wie vor das Schwimmer- und das Sprungbecken, die künftig auf 27 °C eingestellt sind. Neben den Whirlpools (34 °C) haben die Kinder-Planschbecken im Freizeitbad und das Solebecken im Sauna-Bereich mit 32 °C das wärmste Wasser im Phönix-Bad. Nur im Lehrschwimmbecken „Arielle” ist der Temperaturunterschied mit 3,5 °C etwas größer. Aber auch dort erreicht das Wasser mit 31 °C künftig die Wohlfühltemperatur, die von Kinderärzten fürs Babyschwimmen empfohlen wird. (Die tabellarische Übersicht über die Wassertemperaturen finden Sie auf unserer Website.)

Ein Viertel Energie einsparen

Wasser, Heizung, Strom: Bädern und Saunen verbrauchen enorm viele Ressourcen. Das ist auch im Phönix-Bad nicht anders. Energieeffizienz und -einsparung sind bei uns nicht erst seit der aktuellen Energiekrise ein Dauerthema. Ohne den Badespaß zu trüben, genügen bereits minimale Temperaturanpassungen, um merkliche Einsparungen zu erzielen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen gibt an, dass eine Absenkung der Beckenwassertemperatur von üblichen 26 °C bis 28 °C um 2 °C den Gesamtenergieverbrauch um bis zu 25 % senken kann. Im Phönix-Bad Ottobrunn müssen täglich 5000 Quadratmeter Fläche und über 2000 Kubikliter Wasser beheizt und auf einer angenehmen Badetemperatur gehalten werden. Besonders energieaufwendig ist die kontinuierliche Regulierung der Wassertemperatur. Ohne ständige Wärmezufuhr würden die Becken aufgrund der großen Wasseroberflächen und der starken Verdunstung schnell auskühlen.

Energiebewusste Wellness im Phönix-Bad

Die neue Temperatureinstellung ist nur eine der Maßnahmen des Phönix-Bads im Sinne von Klimaschutz und Energieeffizienz. 2020 wurden Schwimmhalle, Saunawelt und Spa im Zuge der Dachsanierung optimal isoliert. Gemeinsam mit der Gemeinde Ottobrunn (Träger des Phönix-Bads) wird kontinuierlich an der Verbesserung des Energiekonzepts gearbeitet. „Die Weichen sind in Richtung Klimaschutz und Energiesparen gestellt“, so Betriebsleiter Sebastian Weber. „Angesichts der Energiekrise müssen wir jetzt einen kühlen Kopf bewahren und hoffen, dass unsere Gäste uns mit ihrem Verständnis unterstützen.“ Weitere Veränderungen oder gar Verzicht auf besonders energieintensive Angebote wie Whirlpools, Rutschen oder Saunen schließt Weber ausdrücklich aus. „Unser Angebot bleibt, wie’s ist, bei nach wie vor angenehmen und wohltuenden Temperaturen.“

Das Phönix-Bad ist nicht das einzige Schwimmbad, das angesichts der aktuellen Energiediskussion die Wasser- und Raumtemperaturen neu regelt. Bereits Anfang April 2022 hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen eine Empfehlung für Schwimmbäder herausgegeben und auf die „energetische Verantwortung“ von Schwimmbädern aufmerksam gemacht. Wie sich die neue Temperaturregelung aus Sicht des Betriebs und der Gäste bewährt und ob noch einmal nach unten oder oben nachreguliert wird, wird Sebastian Weber spätestens im Herbst 2022 neu bewerten.